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Amerikanisierung und Eskalation des Vietnamkrieges 1964-1965

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10 die Aussichtslosigkeit des amerikanischen Vorhabens am 18. Juni von DRV-Premierminister Pham van Dong wie folgt vorgehalten bekommen: „It is impossible, quite impossible (excuse me for saying this) for you Westerners to unde  r- stand the force od the people’s will to resist and to continue.“39 Die Wahl, die  Präsident Johnson zu treffen hatte, war „simpel“: Rettung Saigon durch ve   r- stärktes amerikanisches Engagement oder Rückzug vor dem Südvietnamesischen Kollaps. 40 Doch der Präsident blieb vorsichtig. Wider den Absichten seiner Stabschefs war Johnson im Dezember ’64 – die erste Phase der Luftangriffe hatte bereits begonnen – noch nicht bereit, die Angriffe auszuweiten. Entgegen mancher Anschuldigungen steuerte Johnson nicht leicht- fertig auf einen Krieg zu. Aber im vollen Bewusstsein der Konsequenzen, die ein Krieg haben würde, entschied er sich gegen einen Rückzug und für eine Amerikanisierung des Konfliktes – die Abwälzung militärischer Aufgaben auf amerikanische Militärs –Der Krieg eskalierte langsam. 3.2 Bomben auf Nordvietnam Im Sommer 1964 belief sich die Zahl amerikanischer Militärberater in Südvietnam auf 20‘000.41 Seit dem Februar dieses Jahres unternahmen amerikanische Militärs in Zusamme n- arbeit mit der Südvietnamesischen Armee verschiedene verdeckte Aktionen gegen Nordvie t- nam. Dazu gehörten Flugblattaktionen, Sabotageakte und geheime Luftüberwachungen. Diese Operationen wurden unter dem Namen OPLAN 34-A bekannt. Im Falle einer erweiterten Kriegführung – Bombardierung oder Invasion Nordvietnams – benötigte Washington präzise Informationen über Küstenradars und Anti-Luft-Raketen.42 Die Aktionen kamen einer Provo- kation gleich und waren wohl der direkte Auslöser des Tonkin-Zwischenfalls vom 2./4. A u- gust 1964. Der umstrittene Angriff auf den US-Zerstörer „Maddox“ und die „Turner Joy“ gab den USA einen Grund zu reagieren. Am 5. August bombardierten Flugzeuge der US-Flotte nordvietnamesische Marinebasen und Treibstofflager.43 Der erste Schritt war getan. Bereits im Juni war William Bundy mit der Ausarbeitung einer Resolution beauftragt worden: „For all of these reasons there is a very strong argument for a contnuing demonstration of US firmness and for complete flexibility in the hands of the Executive in the coming politi-                                                        39       Porter. Vietnam: A History in Documents. Nr. 172, S. 271, Notes by Canadian ICC Representative Blair Sea-
born on Meeting with Pham Van Dong, June 18, 1964
40 Olson/Roberts. Where the Domino Fell. S. 132. 41 Olson/Roberts. Where the Domino Fell. S. 111. 42 McNamara. Vietnam. Das Trauma einer Weltmacht. S. 142. 43 Frey. Geschichte des Vietnamkrieges. S. 104.
  
Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwerk: Deutsche Gesellschaftsgeschichte 1914 - 1949: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur Gründung der beiden deutschen Staaten: Bd. 4
Siehe auch:
Deutsche Geschichte 1866-1918, Bd.1, Arbeits...
Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwe...
Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwe...
Geschichte des Westens 2
Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Gesamtwe...
Krimkrieg: Der letzte Kreuzzug
 
   
 
     
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