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Amerikanisierung und Eskalation des Vietnamkrieges 1964-1965

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11 cal months. The action that most commends itself for this purpose is an immediate Con- gressional Resolution [...]“44 Nur drei Tage nach dem zweiten Angriff auf die „Maddox“ brachte Johnson die Tonkin- Resolution durch den Kongress. Darin wurde dem Präsidenten die Vollmacht ausgesprochen alle notwendigen Schritte, einschliesslich Gebrauch bewaffneter Kräfte, zur Unterbindung der kommunistischen Aggression zu unternehmen.45 Wegen ihrer schwammigen Formulierung entwickelte sie sich bald zu einem „Blankoscheck“, der jedes weitere Vorgehen rechtfertigen sollte. Gegen Ende des Jahres 1964 präsentierte Dean Rusk dem Präsidenten das Resultat einer A  r- beitsgruppe, die sich in der Vietnam-Frage auf drei verschiedene Lösungen konzentriert hatte. Option A beinhaltete die zeitlich unbegrenzte Fortsetzung des Gegenwärtigen Kurses. Option B befasste sich mit der Durchführung intensiver Bombenangriffe auf nordvietnamesische Ziele und C beinhaltete dasselbe Bombardierungsprogramm, allerdings in abgestufter Form.46 Über diesen Vorschlägen zerstritten sich die Geister: Während Westmoreland für sechs weit e- re Monate Option A verfolgen wollte, favorisierten die Stabschefs B, und Max Taylor neigte zu C. Erklärtes Ziel des Bombardisierungsprogrammes war es die Nordvietnamesische Fü  h- rung an den Verhandlungstisch zu zwingen – zu amerikanischen Bedingungen. Die Theorie besagte, dass die USA langsam den Level des militärischen Schmerzes erhöhten, bis zu dem Punkt, an dem Hanoi einsah, dass die Kosten des Krieges zu hoch seien.47 Das Ergebnis der Kontroverse war der Plan für eine begrenzte 2-Phasen-Offensive. Diese begann am 1. D e- zember 1964 und bestand aus Angriffen auf nordvietnamesische Verbindungs- und Versor- gungslinien im Süden des Landes. Phase 2 sollte anlaufen, sobald die Saigoner Regierung ein gewisses Mass an Stabilität erreicht hatte, und sah eine zwei- bis sechsmonatige Luftoffensive gegen Nordvietnam vor. Die Bombenangriffe verfehlten ihre Wirkung. Bereits vor dem Beginn von Phase 1 hatte ein CIA-Bericht die Wirkungen eher bescheiden eingeschätzt. Zwar ging der Bericht mit der Meinung der Stabschefs einher, dass die Versorgungslinien und die Industrieanlagen des Nor- dens leicht zu zerstören seien. Doch die CIA betonte auch, dass die vietnamesische Wirtschaft vor allem agrarisch ausgerichtet sei.48 Eine Zerstörung der Industrieanlagen konnte nur b e- grenzte bis keine Wirkung haben. Erschwerend kam hinzu, dass die vietnamesische Agrar-                                                        44       Porter. Vietnam: A History in Documents. Nr. 174, S. 278, Memorandum on the Southeast Asia Situation by
Assistant Secretary of State for Far Eastern Affairs William Bundy, June 12, 1964.
45 ebenda. Nr. 183, S.286, The Gulf of Tonkin Resolution, August 7, 1964. 46 Logevall. Choosing War. S. 265 47 Herring, George C.. America and Vietnam. S. 110. 48 McNamara. Vietnam. Das Trauma einer Weltmacht. S. 213.
  
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