Titel:

Amerikanisierung und Eskalation des Vietnamkrieges 1964-1965

Startseite
english
  
ISBN: 3203501554   ISBN: 3203501554   ISBN: 3203501554   ISBN: 3203501554 
 
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>|
  Wir empfehlen:       
 

17 amerikanische  Vietnam-Engagement  nun  ausweiten  werde.74  In  Tat  und  Wahrheit  hatte  es sich schon ausgeweitet. „I  have  asked  the  Commanding  General,  General  Westmoreland,  what  more  he  needs  to meet this mounting aggression. He has told me. We will meet his needs. I have today orde- red  to  Viet-Nam  the  Air  Mobile  Division  and  certain  other  forces  which  will  raise  our fighting  strength  from  75  000  to  125  000  men  almost  immediately.  Additional  forces  will be needed later, and they will be sent as requested.“75 Wieder  erzählte  Johnson  nur  die  halbe  Wahrheit.  Die  Anzahl  Truppen  stimmte  zwar,  doch Johnson verschwieg, dass diese mit einem neuen Auftrag nach Vietnam kamen. Die defensive Enklaven-Strategie  war  aufgegeben  worden.  Amerikanische  Truppen  übernahmen  von  der ARVN immer mehr offensive Aufgaben. Während er die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit fehlleitete, hatte der Präsident entschieden, Amerika in einen Angriffskrieg in Südostasien zu verwickeln.76 4. Schlusswort Von ihren Anfängen bis hin zu LBJ’s folgenschwerer Entscheidung vom 27. Juli 1965 ist die amerikanische Vietnampolitik geprägt von unfassbarer Starrköpfigkeit und dominiert von fa  l- schen Wertvorstellungen wie der Domino- oder der Containment-Theorie. Die Entscheidung zur Eskalation entstand nicht aus einer ausweglosen Situation heraus, sondern war das Werk von  Politikern,  die  über  Jahre  hinweg  eine  Politik  führten,  die  zu  keinem  anderen  Ergebnis führen konnte als Krieg. Erklärtes Ziel der Amerikaner war es seit der Niederlage der Franz  o- sen  bis  zum  Aufmarsch  der  ersten  Marines  ein  stabiles  Regime  in  Saigon  zu  errichten  –  ein unmögliches  Unterfangen.  Die  französische  Kolonialmacht  hatte  jegliche  Staatsstruktur  ze   r- stört und mit Ho Chi Minh hatte die Bevölkerung einen Mann gefunden den sie verehrten und der  ihre  Sprache  sprach  –  auch  im  übertragenen  Sinne  –  und  ihre  Kultur  verstand.  Dieses nicht zu ereichende Ziel verstärkte die Ohnmacht der Amerikaner nur noch mehr und die u n- begründete Angst vor einem Verlust der Glaubwürdigkeit war es, die einen Rückzug verbot. Lyndon B. Johnson glaubte an die Domino-Theorie und die Notwendigkeit zur Eindämmung der kommunistischen Aggression noch mehr als seine Vorgänger. Er war geradezu das polit i- sche  Kind  dieser  Politik  und  der  bedingungslose  Vollstrecker.  Das  soll  in  keinem  Falle  hei-                                                        74       Foreign Relations of the United States (FRUS). Vietnam 1964-1968, Volume III, June-December 1965. Nr.
97, S. 273, Editorial Note.
75 United States Printing Office (ed.). Public Papers of the Presidents of the United States. Lyndon B. Johnson. 1965, Book II – June 1 to December 31, 1965. Nr. 388, S. 795, The President’s News Conference of July 28,
1965.
76 Olson/Roberts. Where the Domino Fell. S. 140.
  
Arbeiterschaft und Staat im Ersten Weltkrieg 1914-1918. Vom Juni 1917 bis zum Ende der Donaumonarchie im November 1918
Sonstige Artikel:
Wünsch es dir einfach - aber richtig
Besser in der Sekundarstufe I - Mathematik - Gymnasium: 8. Schuljahr - Übungsbuch mit separatem Lösungsheft (28 S.): Übungsbuch mit separatem Lösungsheft (20 S.)
von Maike Finnern,
Markus Holm,
Marcus Löffler
500 Spezial-Tipps für Juristen: Wie man geschickt durchs Studium und das Examen kommt
 
   
 
     
|<< Anfang     < Zurück     Index     Weiter >     Ende >>| 

Zurück zur Themenseite:
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Geschichte

Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache.
   
  Startseite  |  english  |  Bookmark setzen  |  Webseite weiterempfehlen  |  Copyright ©  |  Impressum