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ssen, das Johnson keinen Ausweg aus diesem Dilemma suchte; vielmehr konnte er den Aus-
weg nicht sehen, da er von den falschen Theorien und Weltvorstellungen, die seine Vorgänger
geschaffen hatten versperrt war. Auch die Warnungen seiner engsten Mitarbeiter wie Taylor
und Ball erschienen ihm in diesem Vergleich wohl kaum ernstzunehmend. Johnson wollte
diesen Krieg nicht, denn schlussendlich zerstörte er auch seine innenpolitischen Reformen der
Great Society. Doch der Präsident hatte nicht den Mut die notwendigen Entscheidungen zu
treffen die einen Rückzug aus Vietnam möglich gemacht hätten. Im Jahre 1965, kurz nach
LBJs Wahl gab es nur noch die Möglichkeit Rückzug oder Eskalation Johnson wählte die
zweitere.
Bei einer Betrachtung der Eskalation in Vietnam muss die Fragestellung enger gefasst wer-
den, als in der vorliegenden Arbeit. Zu komplex und verworren sind die Abläufe und Strukt u-
ren in diesem Teil der Geschichte des Vietnamkrieges. Die bereits geleistete Arbeit auf die-
sem Gebiet ermöglicht zwar einen schnellen Einstieg, verleitet aber auch dazu die eigene A r-
beit zu überladen. Die edierten Quellen sind verlässlich und weisen einen hohen Wahrheit s-
gehalt auf, sind aber nicht sehr vielseitig. Zu einheitlich sind die Stammpapiere und manch-
mal weisen die Papiere eine gewisse Banalität auf die wichtigen und interessanten Quellen
sind oftmals noch nicht zugänglich gemacht worden oder in den edierten FRUS-Bänden noch
nicht erschlossen. Die Neuveröffentlichungen dürften immer wieder Anlass geben die Fo r-
schungsdiskussionen zu überdenken.
In weiterführenden Arbeiten sollte genauer auf die Bedeutung der einzelnen Personen und i h-
ren Einfluss auf die Entscheidungsfindung eingegangen werden.Ich verweise hier auf die Se-
minararbeit von Tanja Walser und Ursula Durrer, die sich mit diesem Thema auseinanderge-
setzt haben. Ganz allgemein kann jedoch gesagt werden, dass die Forschung auf dem Gebiet
der Eskalations-Frage schon weit fortgeschritten ist und das die Forschungsdiskussion vor al-
lem durch frisch veröffentlichte Quellen am Leben gehalten wird. Das auch Revisionen des
Forschungsstandes nicht unmöglich sind hat auch Logevall in seiner umfassenden Studie b e-
stätigt.
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