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sischen Kolonialtruppen im Kampf gegen die nationalistische Untergrundpartei Viet Minh
zu helfen. Der Führer der Viet Minh, Ho Chi Minh3 hatte nach der Befreiung von den Japa-
nern, welche während des 2. Weltkrieges Vietnam besetzt hatten, am 2. September 1945 die
Unabhängigkeit erklärt. 4 Zwischen 1950 und 1954 flossen amerikanische Gelder, Kriegsge-
räte und militärische Dienstleistungen in Höhe von 2,76 Milliarden Dollar nach Frankreich.5
Im Jahr 1952 finanzierten die USA 40 Prozent der Kriegskosten. 1954 übernahmen sie bereits
80 Prozent. Unter anderem waren zur französischen Unterstützung auch zwei Flugzeugträger
im Einsatz. Diese Amerikanisierung6 des Krieges prägt das schrittweise Hineingleiten der
Amerikaner bis ins Jahr 1965, dem Jahr in dem die Intervention in Vietnam ihren tragischen
Höhepunkt erreichte. Unter anderem gestützt von der Truman-Doktrin vom März 1947, in
welcher das Containment der kommunistischen Aggression zum Ziel gemacht wurde, ver-
suchten die Amerikaner durch die Unterstützung der Franzosen ein stabiles pro-westlich or i-
entiertes Land zu schaffen. Trotz amerikanischer Unterstützung vermochten die französischen
Truppen den Guerillakrieg nicht zu gewinnen. Am 7. Mai 1954 kapitulierten sie nach einer
55-tägigen Kesselschlacht bei Dien Bien Phu.7 Diese Niederlage bedeutete neben dem Ende
der französischen Kolonialherrschaft auch den Rückzug Frankreichs aus ganz Indochina. E x-
akt einen Monat zuvor am 7. April hatte Präsident Eisenhower vor der Presse die Bedeutung
Indochinas für die Vereinigten Staaten herausgestrichen. Zum ersten Mal war von der sog e-
nannten Domino-Theorie zu hören. Diese besagte, dass wenn ein Land in Indochinas in ko m-
munistische Hände fallen würde, die anderen bald folgen sollten.8
Am Tag nach der französischen Kapitulation bei Dien Bien Phu versammelten sich die Aus-
senminister der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Grossbritanniens zu
einem Treffen, welches als die Genfer Indochina-Konferenz in die Geschichte eingehen sollte.
Erstmals betrat auch das neue kommunistische China die Bühne der Weltpolitik und daneben
waren auch eine Delegation der Demokratischen Republik Vietnam (DRV, Nordvietnam) und
des von der Kolonialherrschaft befreiten Südvietnams vertreten. Zwar waren die Viet Minh
als Sieger aus dem Krieg hervorgegangen; in Genf wurden sie aber zum Spielball eines politi-
2
Ball, George W.. The Past has Another Pattern: Memoirs. New York, 1982. S. 401.
3
Eine hervoragende Kurzbiographie Ho Chi Minhs ist zu finden in: Drake, Jeff. How the U.S. Got Involved in Vietnam. http://grunt.space.swri.edu/jeffviet.htm. Mai 1995.
4
Herring. America and Vietnam. S. 105.
5
Frey, Marc. Geschichte des Vietnamkrieges. Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums.
München, 1999, 3. Aufl.. S. 28.
6
Logevall, Fredrik. Choosing War. The Lost Chance for Peace and the Escalation of War in Vietnam. University of California Press, Berkeley, Los Angeles, London, 1999. S. xvii.
7
Frey. Geschichte des Vietnamkrieges. S. 36.
8
Herring, George C.. America and Vietnam. S. 107
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